Gründung

Ursprünglich befand sich an der Stelle des heutigen Stiftes eine Befestigung der Kuenringer. Die Geschichte des Stiftes Dürnstein beginnt 1372 mit der Errichtung einer Kapelle durch Elsbeth von Kuenring, die der Gottesmutter Maria, den heiligen Andreas und Laurentius und allen Heiligen geweiht wurde. Bereits um 1400 wird der Chor der Marienkapelle erweitert und eine Krypta gebaut. Sieben Jahre später folgt die Weihe der mittelalterlichen Kirche.

Im Jahr 1410 stiftet Otto von Maissau hier ein Augustiner-Chorherrenstift, lässt die erste Klosteranlage bauen und besiedelt sie mit Augustiner-Chorherren aus dem böhmischen Wittingau. Der Stiftsbrief, versehen mit einem Wappenschild mit den Attributen der Hl. Dorothea (Blumenkorb), existiert noch. Die gotische Klosteranlage kann man auf dem Merianstich von 1649 noch gut erkennen.

Im Lauf des 15. Jahrhunderts wird die Anlage bestehend aus Kirche, Kreuzgang und Kloster ausgebaut. Die Zeit der Reformation bringt große (finanzielle) Schwierigkeiten für das Stift. 1544 waren nur mehr der Propst und ein Chorherr vor Ort. Es folgten wechselnde Pröpste, großteils aus anderen Stiften. 

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Stiftungsurkunde Dürnstein
Dürnstein um 1650, Kupferstich von Matthäus Merian
Alte Ansicht von Dürnstein