Geschichte

Die Geschichte des Stiftes Dürnstein beginnt mit der Gründung einer von Elsbeth von Kuenring im Jahre 1372 geweihten Marienkapelle. 1410 erhielt der erweiterte Gebäudekomplex seine Widmung als Kloster, als Augustiner-Chorherren aus dem böhmischen Wittingau nach Dürnstein geholt wurden. Diese errichteten im Laufe des 15. Jahrhunderts die Anlage von Kirche, Kreuzgang und Kloster.

300 Jahre nach der Klostergründung wird Hieronymus Übelbacher zum Propst gewählt. Er ist Mittelpunkt und Ideengeber des künstlerischen Geschehens während der Barockisierung.

Geweiht ist die Stiftskirche, die seit 1745 auch Pfarrkirche ist, der Aufnahme Mariens in den Himmel (Patroziniumsfest 15. August). Der mit 1733 datierte Turm der Stiftskirche ist das edelste Bauwerk der gesamten Klosteranlage und mit seinen markanten Farben blau-weiß zum Wahrzeichen der Wachau geworden.

Unter Kaiser Joseph II. kam es zu zahlreichen Klosteraufhebungen. Dieses Schicksal erreichte das Chorherrenstift Dürnstein am 7. Jänner 1788. Das Stift wurde aufgehoben und als Pfarre an das Augustiner-Chorherrenstift Herzogenburg gegeben, zu dem es bis heute gehört. 

Von April bis Oktober kann das Stift täglich besichtigt werden. In den Wintermonaten nach Voranmeldung - siehe Führungen - Zeiten & Preise.

Buchtipp: Stift Dürnstein. 600 Jahre Kloster und Kultur in der Wachau

Dieses Buch bietet erstmals eine ausführliche Darstellung der Geschichte, Bau- und Kunstgeschichte des ehemaligen Augustiner- Chorherrenstiftes Dürnstein. Der Bogen spannt sich von der mittelalterlichen Gründung des Ordens im Jahr 1410 bis zur Aufhebung unter Kaiser Joseph II. im Jahr 1788.

Besonders über Kunst und Architektur des Barockjuwels an der Donau erfährt der Leser in den Beiträgen zahlreicher ausgewiesener Fachleute viel Neues und Spannendes.

Erhältlich an der Kassa des Stiftes oder zu bestellen beim Buchhändler Ihrer Wahl mit der ISBN-Nummer 978-3-900708-25-2.